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Absaugung von Dämpfen

Oft werden bei Schweißvorgängen, Schleif- oder anderen spanabhebenden Arbeitsschritten, Dämpfe oder Nebel freigesetzt. Diese dürfen unter Umständen nicht am Arbeitsplatz verbleiben, weil sie entweder die Sicht der Arbeitskraft auf das Werkstück behindert oder gesundheitsschädlich sind. Die Rückstände müssen also entsorgt werden. Das geschieht am elegantesten, wenn die Rückstände abgesaugt werden. Bei diesem Vorgang werden oft Seitenkanalgebläse eingesetzt.

Funktionsprinzip:
Der Seitenkanalverdichter saugt von seinem Ansaugkanal ausgehend über einen Filter und die daran befestigte Zuführung die Dämpfe direkt am Entstehungsort ab. So gelangen die Dämpfe nicht in die Umgebungsluft am Arbeitsplatz. Nachdem der Seitenkanalverdichter die Luft angesaugt hat, kann sie über ein Rohrsystem einem Abscheider oder der Außenumgebung zugeführt werden, wenn sie zum Beispiel in hoher Konzentration gesundheitsschädlich ist. Wenn die abgesaugte Luft nicht belastet ist, dann kann sie über einen Schalldämpfer an die Umgebungsluft in der Halle abgegeben werden. Der Filter, der zwischen Zuführung und Seitenkanalgebläse geschalten ist, filtert die festen Bestandteile aus der Ansaugluft und muss bei einem bestimmten Verschmutzungsgrad gereinigt werden. Ein geeigneter Filter kann bei SKVTechnik bezogen werden, es werden für alle Verdichtermodelle Durchgangsfilter angeboten.

 

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Umschaltventile / Umkehrventile – Stromumkehr im Betrieb

Ansatz:

Seitenkanalverdichter werden oft in Anlagen eingesetzt, bei denen abwechselnd Saugdruck und Blasdruck benötigt wird. Genau diese beiden Medien kann der Seitenkanalverdichter zur Verfügung stellen. Da in einer normal konstruierten Anlage der Seitenkanalverdichter jedoch immer in einer Arbeitsrichtung tätig sein kann, also saugend oder blasend, gibt es zwei konstruktive Möglichkeiten.

Erstens könnte der Anwender zwei Seitenkanalverdichter in der Anlage einsetzen. Einen saugenden und einen blasenden Seitenkanalverdichter. Das ist teuer. Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Arbeitsrichtung eines Seitenkanalverdichters umzuschalten und so von saugende auf blasende Arbeitsrichtung zu ändern. Dies kann der Anwender mit sogenannten Stromumkehrventilen erreichen.

Arbeitsweise:

Stromumkehrventile dienen bei Seitenkanalverdichtern zur Umkehrung der Strömungsrichtung. Die Strömungsrichtung kann damit von Druckbetrieb auf Saugbetrieb umgeschaltet werden oder umgekehrt. Das spezielle Stromumkehrventil auf der Abbildung im Anhang kann zusätzlich noch die Leitung wechseln in die oder aus der die Luftströmung erfolgt.

Der Wechsel wird entweder mit einem elektrischen Stellglied in 24Volt oder 220Volt Ausführung gesteuert oder mit einem Druckluftstellglied.

Die Schaltung des Stromumkehrventils zusammen mit dem Seitenkanalverdichter ist folgende:

Der Seitenkanalverdichter ist mit seiner saugenden und seiner blasenden Seite mit dem Umkehrventil verbunden. Das Umkehrventil ist seinerseits mit ein oder zwei Arbeitsleitungen verbunden.

Wenn das Umkehrventil nur mit einer Arbeitsleitung verbunden ist, dann kann das Ventil elektrisch oder pneumatisch steuern, ob Druckluft oder Saugluft in der Arbeitsleitung anliegen soll.

Wenn das Umkehrventil mit zwei Arbeitsleitungen verbunden ist, dann kann jeweils wechselseitig immer in den Arbeitsleitungen Saugdruck oder Blasdruck angelegt werden.

Kunden können beim Anschluss unter fünf verschiedenen Varianten wählen. Es sind Flanschanschlüsse GAS, NPT oder Schlauchtüllen möglich.

Das Antriebssystem des Umkehrventils ist für den Dauerbetrieb ausgelegt. Die breiten Querschnitte und die Form des Durchgangs ermöglichen die Luftförderung mit praktisch keinen Druckverlusten bei Luftgeschwindigkeiten bis 50 m/s. Die abgebildete Version des Ventils ist komplett in Aluminiumlegierung gefertigt.

SKVTechnik bietet alle Varianten der beschriebenen Umkehrventile an. Kunden sollten bei einer Anschaffung kurz Kontakt mit SKVTechik aufnehmen, um Fehlbestellungen zu vermeiden.

Derzeit kommt es zu Lieferzeiten von 3 Wochen innerhalb Deutschlands. Dies gilt für Bestellungen im SKVTechik Onlineshop.

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Absaugungen v. Gebäudegasen

SKVTechnik berichtet über Einsatzgebiete von Seitenkanalverdichtern. In diesem Beitrag wird das Prinzip des Absaugens der Luft unter Gebäuden erläutert.

Ansatz:

Innerhalb industrieller Gebäude werden oftmals Prozessen durchgeführt, die Gase erzeugen. Wenn diese Gase schwerer als Luft sind, dann werden Sie zu Boden sinken. Das ist zunächst nicht gefährlich aber wenn diese Gase langsam durch die Bodenplatte der Halle in das darunterliegende Fundament eindringen, kann die Halle zu einem Pulverfass werden. Die auf diese Weise gesammelten Gase in ihrer individuellen Mischung können eine explosive Mischung ergeben. Wenn die Gase eine kritische Konzentration erreicht haben, weil sich im Zeitverlauf immer mehr Gase angesammelt haben, kann es zu Explosionen kommen.

Abhilfe für diese Situation schaffen Kunden damit, dass diese Gase gezielt aufgefangen und vom Unterbau der Gebäude oder Halle abtransportiert werden. Ein am Auffang angeschlossener Seitenkanalverdichter saugt über ein Rohrsystem ständig oder über ein Steuerungssystem die Luft ab und sorgt mit dem gleichzeitigen Ansaugen von Frischluft dafür, dass kritische Konzentrationen von explosiven Gasmischungen nicht erreicht werden.

Arbeitsweise:

In der Prinzipskizze wird dargestellt, wie der Seitenkanalverdichter über ein Rohrsystem mit dem Gasauffang verbunden ist. Das Seitenkanalgebläse saugt die Luft aus dem Fundament unter dem darüber befindlichen Gebäude ab und bläst die Luft wieder an die Umgebung außen am Gebäude ab. Eine entsprechend konstruierte Fundamentbelüftung vorausgesetzt ist es auch möglich den entgegengesetzten Weg zu wählen und die Gase durch Druckluft aus dem Fundament auszublasen. Die Luftleistung, die der angschlossene Seitenkanalverdichter fördern muss, ist abhängig von der Größe der Halle, dem Gasaufkommen und der Konzentration des Gasgemisches unter der Halle. Bei entsprechenden Angaben kann die Auslegungsabteilung der SKVTechnik gern Berechnungen für Kunden druchführen lassen.

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